Wie verhindere ich, dass ich meiner Wäsche durch die Bügeleisenhitze schade?

Das neue Bügeleisen ist da und du bist voller Tatendrang und willst dich so bald wie möglich in die Arbeit stürzen? Damit du dabei aber keine böse Überraschung erlebst, nennen wir dir noch einige wichtige Details, auf die du beim Bügeln unbedingt achten solltest. Insbesondere die Anfänger sollten berücksichtigen, dass man mit der Hitze eines Bügeleisens vorsichtig umgehen soll und vor allem bei empfindlicher Kleidung damit aufpassen muss. Wenn du ganz einfach unsere Tipps befolgst, wirst du damit aber keine Probleme haben und deine persönliche Vorgehensweise sehr schnell zur Routine werden lassen.

In diesem Artikel wollen wir dir also noch etwas praktisches Know-How mit auf den Weg geben, damit wir dir eines der häufigsten Fettnäpfchen beim Bügeln von vornherein ersparen können! Aber egal ob du zum ersten Mal ein Bügeleisen in der Hand hältst oder schon vielerlei Erfahrung gesammelt hast, die ein oder andere Erkenntnis ist hoffentlich für jedermann dabei.

Bügeltemperatur - Schäden durch Hitze verhindern

Achtung, heiß: Was darf ich überhaupt bügeln und wie erkenne ich das?

Jedes Kleidungsstück ist unterschiedlich in der Verarbeitung und Stoffqualität, weswegen du unbedingt unterschiedliche Temperaturen beim Bügeln verwenden musst. Mit nur einem kurzen Blick auf das innenliegende Etikett kannst du aber ganz leicht herausfinden, welche Hitze individuell vom Hersteller empfohlen ist.

Da die zu bügelnden Stoffe der großen Hitze deines Dampfbügeleisens ausgesetzt sind, musst du deine Kleidung auf jeden Fall zuvor nach einem kleinen Etikett vom Kleidungshersteller untersuchen, das dir anzeigt, auf welcher Temperatur du es glätten solltest oder ob das überhaupt geht.

Jeder Stoff ist schließlich anders verarbeitet und hat eine andere Qualität. Bei Hemden, T-Shirts und Pullovern z.B. befindet sich dieses Etikett manchmal innerhalb des hinteren Halskragens und oft auch im Innenbereich in Höhe der Hüfte.

Welche Abstufungen in Sachen Bügeltemperatur gibt es?

Unsere nachfolgende Tabelle wird dir kurz und bündig alle gängigen Bügelsymbole erklären. Die allermeisten modernen Bügeleisen – selbstverständlich auch unsere – verfügen heutzutage über eine verstellbare Temperaturregelung, sodass du die Hitze entsprechend der Herstellerempfehlung anpassen kannst.

Welche Stoffe fallen in welche Stufe?

Natürlich kann man die richtige Hitzeeinstellung bei jedem Material nicht sofort pauschalisieren. Allerdings lässt sich schon relativ gut sagen, bei welchem Stoff welche Stufe am besten geeignet ist. Am Ende zählt, was im Etikett steht, auch wenn unsere Zuordnungen in den allermeisten Fällen damit übereinstimmen werden.

  • Ein Punkt: Hochempfindliche Stoffe, die Chemiefasern enthalten, z.B. Nylon, Acryl, Acetat
  • Zwei Punkte: Feine Stoffe, die zum Glätten eine mittlere Temperatur benötigen, z.B. Wolle oder Seide, aber auch Standardstoffe wie Baumwoll- und Polyestermischungen bei sehr vielen gängigen T-Shirts
  • Drei Punkte: Schwer bügelbare Stoffe, wie dicke Baumwolle oder Leinen (besonders bei Bettlaken oder Gardinen)

Sollte ich meine Bügelwäsche deshalb vorsortieren?

Außer Frage steht, dass eine beliebige Abfertigung der Bügelwäsche nicht der effizienteste Weg sein kann. Mit einer simplen Systematisierung davor kannst du dir ganz einfach Zeit, Mühe und Strom sparen.

Damit du die Temperatur nicht für jedes Kleidungsstück mühsam umstellen musst, solltest du vor allem bei einem größeren Wäscheaufkommen dein Bügelgut nach den verschiedenen Abstufungen der Temperaturempfehlungen sortieren. Beginnen musst du bei den hochempfindlichen Textilien, wo eine geringe Hitze gefragt ist.

Solltest du bei sehr dünnen Materialen auf Nummer sicher gehen wollen, dass der Stoff unbeschädigt bleibt, so kannst du ein Stück Backpapier zwischen das Eisen und die Wäsche legen. Dabei muss dir allerdings bewusst sein, dass dein Gerät nicht durch das Papier dampfen kann und du das Kleidungsstück für eine bessere Glättung erst separat durch ein paar Dampfstöße anfeuchten musst.

Erhöhe dann nach und nach die Temperatur, bis du bei den robusten Materialien angelangt bist. So sparst du dir die Mühe, während des Bügelvorgangs jedes Mal extra nach dem Etikett zu schauen. Außerdem musst du nicht ständig zwischen hohen und niedrigen Temperaturen wechseln, was dir direkt einiges an Denkarbeit abnimmt und Zeit erspart.

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Die automatische Dampfregelung – ein nützliches Extra?

Mit einer automatischen Dampfregelung kannst du dir das Vorsortieren ersparen – allerdings bügelst du auch etwas länger für ein faltenfreies Ergebnis!

Es ist zwar absolut kein Muss wenn du einfach die bisherigen Tipps befolgst, aber falls du es noch unkomplizierter haben willst und keine Zeit oder Lust auf Wäsche vorsortieren hast, dann nutze den automatischen Dampfregler, der bei vereinzelten Dampfbügeleisen mit integriert ist.

Dabei wird ein eher niedriges Hitzeniveau bei maximal 130 °C angesteuert, das als Zwischenlösung dienen soll. Bei dieser Temperatur kann man nämlich davon ausgehen, dass noch keine Textilie anbrennt. Allerdings muss dir vor allem bei dickeren Stoffen klar sein, dass du länger bügeln musst, um ein faltenfreies Ergebnis zu erzielen!

Diese Funktion anzustellen macht also besonders dann Sinn, wenn du schon bemerkt hast, dass du vor allem eher empfindliche und „normale“ Kleidungsstücke zu bügeln hast. Bei dicken Vorhängen, Decken oder Gardinen könntest du damit aber an deine Grenzen stoßen. Insgesamt kann man hier sagen, dass diese Funktion zwar bequem sein kann, aber deswegen auch Kompromisse eingehen muss.

Sagt dir persönlich die automatische Dampfregelung zu, können wir dir direkt zu unserem Philips GC3811/70 Dampfbügeleisen Azur Performer raten. Der Hersteller verspricht die richtige Menge an Dampf (und damit einhergehend auch Hitze) für jedes Kleidungsstück.

Zusammengefasst: Eine passende Bügeltemperatur ist ganz entscheidend für den Erfolg!

Betrachtet man alle oben geschilderten Fakten, so wird ganz deutlich, dass du zum Wohle deiner Wäsche und für deinen persönlichen Bügelerfolg immer die passende Temperatur für das jeweilige Kleidungsstück eingestellt haben solltest.

Wir haben dir zwei einfache Möglichkeiten präsentiert, wie du deinen Aufwand dafür minimieren kannst. Entweder wählst du im vornherein ein Gerät, dass dir automatisch eine passende Hitze- und Dampfregelung bietet, oder aber du sortierst die Wäsche davor nach ihrer Empfindlichkeit. So kannst du manuell die verschiedenen Kleidungsgruppen mit der jeweils passenden Temperatur bedampfen.

Quellen:

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