Wie funktioniert ein Gaskamin und wie ist er aufgebaut?

Gaskamine – es gibt sie in den verschiedensten Ausführungen und Designvarianten. Sie sind sowohl für Innen- als auch für Außenbereiche als Heizeinsätze sowie als freistehende Kamine erhältlich. Der Vorteil der Gaskamine? Sie bieten die Atmosphäre eines echten Kaminfeuers, schaffen Gemütlichkeit und benötigen weder Holz noch aufwendige Reinigungen. Dazu kommt, dass Gaskamine bequem vom Sofa per Fernbedienung ein- und ausgeschaltet werden können. Selbst eine Steuerung über das Smartphone oder den PC ist möglich. Doch wie funktioniert ein Gaskamin nun eigentlich genau?

Aufbau eines Gaskamins

Wie funktioniert ein Gaskamin?Ein Gaskamin besteht grundsätzlich aus fünf Hauptkomponenten. Diese sind die Brennkammer, die Brennereinheit, die Gasregeleinheit, die elektronische Steuerung und das systemzertifizierte Luft-Abgas-System. Mittels der Brennkammer und der Brennereinheit wird das Gas verbrannt. Die Gasregeleinheit regelt, wie viel Gas verbrannt wird. Dies wird über die elektronische Steuerung festgelegt. Das systemzertifizierte Luft-Abgas-System dient schließlich dazu, die Abgase des verbrannten Gases wieder abzuführen.

Sind alle Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt und die zahlreichen Sicherheitseinrichtungen korrekt angebracht, so entsteht die eines Gaskamins übliche Flamme.

Flammenentstehung beim Gaskamin

Um die Gasflamme zu erzeugen, können zwei Gasarten eingesetzt werden. Dies sind Erd-/Stadtgas und Propan, also Flüssiggas. Da auch Zentralheizungen über die Erd-/Stadtgasleitungen beheizt werden, verfügen heute die meisten Haushalte über einen Erdgasanschluss. Es liegt nahe, den Gaskamin diesem System hinzuzufügen. Haushalte, welche über keine Erdgasanschlüsse verfügen, haben die Möglichkeit den Gaskamin mittels Propangas zu beheizen. Hier ist keine Erdgasleitung notwendig, da Propangas in Gasflaschen vertrieben wird. Sie können leicht an das System angeschlossen werden.

Die Flammen entstehen durch das Zusammenspiel von Gas und Sauerstoff. Sie werden meist per Fernbedienung reguliert. Beim Entzünden des Gases entsteht zunächst eine bläuliche Flamme. Die Farbe verändert sich dann nach kürzester Zeit. Es entstehen die typisch gelblichen Flammen, welche natürlichen Flammen eines Holzfeuers eigen sind. Die Farbintensität wird über die Sauerstoffzufuhr geregelt. Das Flammenbild ist täuschend echt und selbst Experten haben Mühe dieses von Flammen eines Holzofens zu unterscheiden. Um den Eindruck eines richtigen Holzfeuers noch zu verstärken, werden meist noch Holz- oder Steinimitate aus Keramik eingebaut.

Gaskamine sehen aber nicht nur schön aus und sind pflegeleicht. Sie geben auch genügend Wärme ab um Einzelräume beheizen zu können. Der Wirkungsgrad eines Gaskamins beträgt ca. 75 % eines Holzfeuerofens. Im Gegensatz zu diesen gibt ein Gaskamin jedoch kaum Feinstaub frei und ist sehr emissionsarm.

Fazit – Wie funktioniert ein Gaskamin?

Ein Gaskamin ist auf Knopfdruck zu entfachen und mühsames Einheizen entfällt. Aufgrund der häufig bereits vorhandenen Erdgasleitungen ist der Anschluss meist unkompliziert. Durch die Verbrennung des Gases entstehen kaum Schadstoffe. Dennoch steht die gasförmige Flamme eines Holzfeuers in nichts nach. Die Entstehung der Flammen über das raffinierte Zusammenspiel von Gas und Sauerstoff ist per Fernbedienung regulierbar und die Flammen vermögen ein Zimmer ähnlich eines Holzofens zu heizen.